studentische Inspirationen

Hêvî war beim diesjährigen Tag der studentischen Initiativen. Viele Studenten sind bereits bei Hêvî dabei und wir freuen uns über jeden, der Interesse hat, sich für mehr Inklusion zu engagieren.

An unseren Stand haben wir nicht nur über unsere Arbeit informiert, sondern auch Inspirationen gesammelt:

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Hêvî erkundet Demokratie im Landtag

Am Aachener Hauptbahnhof beginnt der Sonntagsausflug in der Woche vor Ostern: zwölf Hêvîaner fahren gemeinsam nach Düsseldorf. Auf der Fahrt lernt sich die bunte Gruppe untereinander kennen und tauscht sich aus, findet Gemeinsamkeiten, Unterschiede und eine Menge interessanter Geschichten.

In Düsseldorf erblicken sie neben dem wunderschönen Rhein auch den riesigen Fernsehturm von außen auf dem Weg zum Landtag. Dort angekommen gibt es eine Führung durch das ganze Gebäude: Ein Fraktionssaal und Konferenzsaal, aber auch der große Plenarsaal werden erkundet. Die Schüler und Studenten lernen einiges über die parlamentarische Arbeit: Wie laufen die Abstimmungen im Landtag ab? Wer erledigt welche Arbeit? Womit beschäftigt sich ein Abgeordneter? Mit Neugier verstehen und erleben sie hier Demokratie.

Dazu gehört auch, dass die Arbeit der Politiker in der Öffentlichkeit diskutiert wird. Das geschieht beispielsweise im anschließend besuchten Saal der Landespressekonferenz. Auch die Geschichte des Landtages wird in der Ahnengalerie mit Portraits der Landtagspräsidenten entdeckt. Nach der lehrreichen Tour wurde die interaktive Ausstellung besucht, wo man mit seinem neuen Wissen experimentieren kann. Über Wahlen, Gesetzgebung und den Landtag sind die Hêvîaner richtig gut aufgeklärt: 80% der Quizfragen haben die Schüler selbständig lösen können.

Nach diesem Erfolg ging es dann zum wohlverdienten Mittagessen im Extrablatt, wo schon Strategien für das anschließende Spiel im Escape Room diskutiert wurden. Die ganze große Gruppe hatte dort nur ein Ziel: Kaffee machen, um den verschlafenen Doktor zu erwecken. Alle gaben ihr bestes, um die anspruchsvollen Rätsel zu lösen. Mit Endoskop und OP-Werkzeug als auch während der Fahrt im Rollstuhl wurden Codes gesammelt, Rätsel gelöst und Schlösser geknackt. Viel Kommunikationsgeschick und Teamgeist war gefragt. Es war knapp, aber 28 Sekunden vor Ende war die letzte Zahl dann gefunden: Geschafft!

Geschafft waren auch alle nach dem spannenden und spaßigen Ausflug, mit vielen neuen Erlebnissen machten sich die Hêvîaner dann auf den Nachhauseweg.

Hêvî zu Besuch bei Fernsehen und Radio

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Ein grauer Sonntag im November, letztes Ferienwochenende. Vor dem Aachener Hauptbahnhof steht eine gemischte Gruppe mit Kreppband-Namensschildern und lernt sich kennen. Geflüchtete, Studierende, Berufstätige. Wohin es heute geht? Nach Köln, zum WDR. Aber das ist natürlich noch nicht das ganze Tagesprogramm.

Im Zug verfliegt die Zeit bei „Wer bin ich?“, wobei sich neu zusteigende Reisende wohl fragen, warum da lauter Leute mit Post-Its auf der Stirn sitzen und lachen. Kaum aus dem Zug ausgestiegen, steht die Gruppe vor dem Kölner Dom und muss schätzen: Ist er höher als breit? Oder andersherum? Welcher Dom ist älter, der Aachener oder der Kölner? Und wem gehört so ein Dom eigentlich?

Durch die Kölner Altstadt begleiten Legenden über Heinzelmännchen und den dicken Jupp, sowie Fakten über den Rhein. Es ist schwer, sich vorzustellen, wie pro Sekunde mehrere Tausend Badewannen an einem vorbeiströmen. Und wie die großen Schiffe in einem Fluss fahren können, der bei normalem Wasserpegel nur drei Meter tief ist. Während man noch grübelt, ist man schon am ersten großen Ziel angekommen: Dem Sportmuseum.

Neben etwas Sportgeschichte und einigen interessanten Ausstellungsstücken, z.B. Basketballschuhe in Größe 59, kann man sich auch selbst körperlich betätigen. Ob ein Sprint über die Tartanbahn, Gewichtheben, Rennradfahren im Windkanal oder Fußball auf dem Dach: Hier ist für Jeden etwas dabei. Sport macht hungrig, also geht es weiter in die Pizzeria und anschließend frisch gestärkt zum WDR: dem Westdeutschen Rundfunk.

Hier gibt es eine Menge zu sehen und zu lernen: kleine und große Studios mit enorm vielen Scheinwerfern, warum es statt der Bluebox jetzt den Greenscreen gibt und dass der WDR noch viel mehr ist, als Radio und Fernsehen. So wird zuletzt ein ganz besonderes Studio betreten, in dem es mehrere Treppen, verschiedene Bodenbeläge und eine sogenannte Schallschnecke gibt. Wer mal das Geräusch von knirschendem Schnee aufnehmen möchte, sollte einfach einen Teppich auf einen Kiesweg legen und darüber laufen. Wozu das alles gebraucht wird? Für die Hörspiele, die hier aufgenommen werden.

Erschöpft steigen alle in den Zug zurück nach Aachen. Es war ein langer, aber auch interessanter Tag in Köln. Die verbliebene Pizza wird noch verteilt, dann trennt sich die Gruppe wieder. Vielleicht um in der nächsten Zeit nochmal einen gemeinsamen Ausflug zu unternehmen?

Tivoli-Lauf, die Zweite

Am Sonntag, den 21.05. 2017 ging es bei hêvî wieder sportlich zu. Wir haben zum zweiten Mal am Tivoli-Lauf teilgenommen. Leider war auf Grund von Krankheiten und Verletzungen unsere Gruppe etwas dezimiert. Dafür waren diejenigen, die teilgenommen haben, top motiviert. Bei schönem Wetter und angenehmen Temperaturen ging es wieder 5,5 km vom Tivoli aus Richtung Soers und zurück zum Tivoli. Und wie im letzten Jahr waren wir wieder sehr erfolgreich. Ehsan sicherte sich in der Altersgruppe U20 den zweiten Platz und Hiwet kam in der gleichen Altersgruppe sogar auf Platz 1. Nächstes Jahr sind wir auf jeden Fall wieder am Start! (Ute Naß)

Parkgespräche im hêvî Haus

Die regelmäßig stattfindenden Parkgespräche der Stiftung Jürgen Kutsch waren diesen Monat zu Gast im hêvî-Haus. Eine gute Gelegenheit für hêvî, sich Interessierten aus dem Viertel vorzustellen und Fragen zu beantworten.

Die Parkgespräche begannen in großer Runde, in der erste Fragen der etwa 20 Gäste gestellt werden konnten. Hierbei lag der Fokus hauptsächlich bei etwaigen Problemen durch den multikulturellen Hintergrund des Vereins sowie zukünftigen Unterstützungs-möglichkeiten. Anschließend gab es einen leckeren Imbiss vom Kennedy Grill, bei dem die Gespräche in kleineren Gruppen fortgeführt und intensiviert wurden: Visitenkarten wurden ausgetauscht, Ideen notiert und angeregte Diskussionen geführt. Viele interessante Menschen und Ideen haben an dem Abend ihren Weg zueinander gefunden; neue Kontakte wurden geknüpft und bestehende gepflegt. Auch gab es viel Input zu möglichen Kooperationen und Projekten. Alles in allem war der Abend sehr gelungen:  interessante Gespräche, gutes Essen und nette Menschen aus der Nachbarschaft.

20. Parkgespräche im hêvî-Haus

Am 22.März laden die Stiftung Jürgen Kutsch und hêvî herzlich zu den Parkgesprächen ein! Los geht es um 19h in der Stolberger Straße 187.

Die Parkgespräche sind eine Reihe regelmäßig stattfindender Treffen im Aachener Ostviertel, ins Leben gerufen und organisiert von der Stiftung Jürgen Kutsch. „Wir möchten Generationen übergreifende, kulturelle Differenzen überbrückende Mahlzeiten ausrichten, um die Menschen im Viertel zu verbinden und ihre identitätsstiftenden Bemühungen für ihren Lebensraum zu unterstützen“, heißt es auf der Website der Stiftung (http://www.stiftung-juergen-kutsch.de).

Dieses Mal wird also das hêvî-Haus Begegnungsort sein. Für alle, die gerne mehr über den Verein erfahren möchten und Lust haben, mit Menschen aus dem Viertel ins Gespräch zu kommen. Wir freuen uns auf Euch!

Mittwoch, 22. März, 19 Uhr

hêvî-Haus

Stolberger Str. 187 /Ecke Elsassstraße

52068  Aachen

Der Eintritt ist frei und für einen Imbiss wird gesorgt sein. Spenden sind erwünscht.

Geschichte entdecken mit hêvî und Asyldialoge Aachen

Anfang November wurde es historisch bei hêvî: Rund 20 Geschichtsinteressierte haben sich auf den Weg nach Bonn gemacht, ins Haus der Geschichte. „Asyldialoge Aachen“ und hêvî haben den Ausflug gemeinsam auf die Beine gestellt, an dem sowohl Geflüchtete als auch „altein­gesessene“ Aachener teilgenommen haben.

Um neun Uhr früh ging’s los in Aachen. Am Hauptbahnhof wurde zum Wach werden und Auftauen erst einmal stille Post in multilingual gespielt: Farsi, Deutsch, Arabisch, Englisch. Wer da nicht aufpasst, sagt garantiert etwas Lustiges! Auch die Zugfahrt wurde spaßig: mit Post-It’s auf der Stirn und „Wer bin ich?“ kamen sich die Teilnehmer näher. Man begegnet nun einmal nicht jeden Tag einem Justin Bieber in der deutschen Bahn.

Dann ein kurzer Zwischenstopp in Köln: Den Dom kannte eigentlich jeder schon. Aber auch von Innen? Hier gab es die erste Entdeckungstour zwischen historischen Gemäuern. Es wurde viel gestaunt und bewundert. Auch an ein paar Quizfragen wurde geknobelt: Wie hoch ist der Dom eigentlich? Und wie lange braucht man, um so etwas zu bauen?

Spannende Fragen, aber das eigentliche Ziel war noch nicht erreicht. Also ging es weiter nach Bonn. Da so viel Bahn fahren und Entdeckergeist auch hungrig macht, gab es erst einmal was für den Magen: Döner, Pizza und Falafel. Passend zum Thema deutsche Geschichte. Und wer errät den berühmten Bonner Komponisten beim Hören eines seiner Stücke? Gut, dass das Beethoven Haus nicht weit entfernt lag…

Frisch gestärkt war es dann Zeit für den Höhepunkt des Ausflugs: eine geführte Zeitreise zum Thema deutsche Nachkriegsgeschichte. Erklärt wurde alles auf Deutsch, zusätzlich gab es eine Übersetzung ins Arabische. Erstaunlich, wie es in Deutschland vor sechzig, siebzig Jahren aussah. Und wie gut es uns heute geht. Parallelen zu aktuellen Geschehnissen werden deutlich – das stößt zum nachdenklich-Sein an, auf allen Seiten.

Auf dem Weg zurück nach Aachen ging es stiller zu. Alle waren geschafft, alle hatten eine Menge an neuen Eindrücken zu verarbeiten. Gut dass es kurz vor Aachen noch eine Portion Zucker in Form von Muffins gab. Ob das Feedback deshalb so positiv ausgefallen ist? Bestimmt gibt es schon bald eine neue Entdeckungsreise in ähnlicher Form – bei so viel Interesse und positiver Resonanz.